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Ernährung ist Typsache

20. Oktober 2020

Im Ayurveda gibt es keine allgemeingültige Ernährung oder moderne Gesundheitstrends mit Diäten, welche auf einseitiger Ernährung basieren.  Im Ayurveda betrachten wir jeden einzelnen Menschen in Bezug auf seine Einzigartigkeit und seinen individuellen Stoffwechsel. Jeder Einzelne hat ganz unterschiedliche Bedürfnisse und Vorlieben. „Gesund“ und „verträglich“ sind somit keinesfalls allgemeingültig, sondern orientieren sich an deinen ganz individuellen Bedürfnissen und vor allem an deiner Verdauungsqualität.

Mithilfe deiner eigenen Konstitution, die durch die Vitalenergien Vata, Pitta und Kapha charakterisiert ist, findest du deine für dich passende  Empfehlungen deiner Ernährung. Typgerecht und ganzheitlich.

Um Deine passenden Empfehlungen zu erhalten, prüfe, welche der drei Vitalenergien auf dich zutreffender erscheint: Die luftig bewegte Vata, die feurig brillante Pitta und die erdig stabilisierende Kapha Energie.

Viele unter uns sind Misch-Konstitutionen, wenn eine oder mehr Energien dominant sind oder Du fühlst Dich nicht im Gleichgewicht. Dann macht es Sinn machen, eine Konstitutionsbestimmung oder ayurvedische Ernährungsberatung durchzuführen. Sprich mich gerne dazu an, wir finden heraus, wie wir zusammen finden können: online oder vor Ort.

Wie schätzt du dich ein?

Vata
Elemente Luft und Äther

  • Leichter, feingliedriger Körperbau
  • Feinfühlig, kreativ und spirituell
  • Enthusiastisch, neugierig und freiheitsliebend
  • Spontan, wechselnde Vorlieben, Entdeckergeist

zu viel Vata Energie führt zu…

  • Blähungen, Bauchschmerzen und/oder Verstopfung
  • Mahlzeiten vergessen, unregelmäßige Mahlzeiten
  • Energielöchern, Schwindel, niedrigem Blutdruck
  • Nervosität, Verspannungen, Gelenkbeschwerden
  • Durch den Wind sein, innerer Unruhe, Konzentrationsproblemen
  • Schlafstörungen, Tinnitus, Ängsten

 Pitta
Elemente Feuer und Wasser

  • Athletischer mittelgroßer Körperbau
  • Passioniert, ambitioniert, brillant
  • Zielstrebig, analytisch, voller Energie
  • Ausstrahlung, Dynamik, Machertyp

zu viel Pitta Energie führt zu…

  • Immer Hunger, überaktive Verdauung mit mehrmals täglich Stuhlgang, teils Durchfall
  • Übersäuerung, Sodbrennen, saurer Atem
  • Innere und äußere Entzündungen
  • Unreine Haut, Ekzeme, Neurodermitis, Psoriasis
  • Sonnenempfindlichkeit, übermäßig Schwitzen
  • Ungeduld, Gereiztheit, Perfektionismus, Ausbrennen

Kapha
Elemente Erde und Wasser

  • Stattliche Statur, Körperrundungen, Glanz
  • Traditionsbewusst, familiär, häuslich
  • Tiefer Schlaf, Ruhepol, geduldig
  • Wohlüberlegt, beständig, tolerant
  • Kraft, Gedächtnis, innere Zufriedenheit

Zu viel Kapha Energie führt zu

  • Essen als emotionale Befriedigung, ständig essen
  • Träge Verdauung, Völlegefühl, Verstopfung, Übergewicht
  • Verschleimung, Wassereinlagerung, Diabetes mellitus
  • Lungen-, Bronchial-, oder Nebenhöhlenerkrankungen
  • Wenig Bewegung, Rückzug, Konflikte mit sich selbst ausmachen

Achtsamkeit Ayurveda Ernährung

Geschmacksrichtungen – Scharf – Bitter – Herb

20. Oktober 2020

SCHARF – katu 

Es steckt eine ordentliche Portion Feuer hinter dem scharfen Geschmack und er lässt Wärme entstehen. Im Winter kann solch eine Hitzequelle sehr verlockend wirken aber aufgepasst, der scharfe Geschmack ist nicht jedermanns Sache. Je nach Konstitution reagiert der Körper unterschiedlich auf die Schärfe.

Pitta-Menschen haben bereits von Natur aus eine starke Verdauung, sie sollten deshalb auf scharfe Lebensmittel weitgehend verzichten. Die zusätzliche Hitze bringt aufgestaute Wut zum Kochen oder lässt Aggressionen aufsteigen. Der sensible Vata-Typ verträgt keine scharfen Speisen, die Hitze reizt die Schleimhäute und erhöht die bereits vorhandene Trockenheit im Körper. Wer jedoch vom scharfen Geschmack am meisten profitiert ist der gemütliche Kapha-Typ denn Schärfe schenkt Tatendrang, Willenskraft und regt den trägen Stoffwechsel an. Schärfe fördert die Resorption der Nahrung und reinigt den Körper und das Blut. Kapha darf also sein Essen ruhig mit einer ordentlichen Portion Chili aufpeppen oder anregend-scharf würzen.

Scharfe Nahrungsmittel sind u.a.: 

Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Rettich, Paprika, Chili, schwarzer Pfeffer, Senf

BITTER – tikta

In unserer heutigen Zeit ist es besonders wichtig auch den bitteren Geschmack in den Speisplan einzubauen, denn bitter fördert auf vielen Ebenen das Wohlbefinden. In früheren Zeiten waren bittere Lebensmittel u.a. durch die Verwendung der saisonalen Wildkräuter viel stärker vertreten, durch moderne Zuchtvorgänge werden Früchte und Gemüse heutzutage „entbittert“.

Die Elemente Luft und Äther verbinden sich im bitteren Geschmack und er wirkt vor allem bei Pitta- und Kapha-Störungen stimulierend. Bitterstoffe finden wir in allen grünen Gemüsesorten, sie wirken reinigend auf Blut und Leber und sind ein natürliches Tonikum für die Haut.

In Frühlingskuren finden wir bittere Zutaten wie Löwenzahn oder Brennnessel denn bitter wirkt antitoxisch, keimtötend und fördert die Ausscheidung von Giftstoffen. Übertreiben sollten wir’s aber auch nicht, denn zu viele Bitterstoffe trocknen die Säfte im Körper aus und machen uns ängstlich, nervös und „verbittert“. Wer unter Vata-bedingten Störungen leidet sollte mit dem bitteren Geschmack vorsichtig umgehen, die trockenen und rauen Eigenschaften werden dadurch verstärkt.

Bittere Lebensmittel sind u.a.:

Blattgemüse, Gerste, Granatapfel, Artischocken, Aloe Vera, Bockshornklee, Kurkuma, Kaffee, schwarzer Tee, Löwenzahn, Brennnessel, Rhabarber

HERB (ZUSAMMENZIEHEND) –  kashaya 

Was ist eigentlich herb? Kennst du das Gefühl auf der Zunge nachdem du eine unreife Banane gegessen hast? Man nennt es auch den herben oder zusammenziehenden Geschmack. Er entsteht aus der Verbindung der zwei gegensätzlichen Elemente Luft und Erde.

Der zusammenziehende Geschmack hat eine blutreinigende und kühlende Wirkung, er begünstigt die Trockenheit im Körper. Auf der psychischen Ebene fördert der herbe Geschmack die Feinfühligkeit und bringt innere Klarheit und spirituelle Öffnung.

Ist der herbe Anteil zu gross, können Verstopfungen und Vata-Störungen auftreten oder Angstzustände verstärken sich. Der herbe Geschmack wirkt ausgleichend auf Pitta und Kapha und erhöht das Vata-Dosha.

Beispiele von herben Nahrungsmitteln: 

Kurkuma, Koriander, Hülsenfrüchte, unreife Kaki oder Banane, Granatapfel

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Geschmacksrichtungen Süß – Sauer – Salzig

20. Oktober 2020

SÜSS – madhura 

Der süsse Geschmack ist uns von Geburt an bekannt, Muttermilch schmeckt süss. Süss beruhigt, stellt zufrieden und vermittelt uns ein Glücksgefühl. Auf das Körpergewebe wirkt der süsse Geschmack nährend, aufbauend und kräftigend, er steht mit den zwei Elementen Wasser und Erde in Verbindung.

Zu viel Süsse belastet die Verdauung und vermehrt Kapha, langfristig führt es zu Fettleibigkeit. Auf der psychischen Ebene macht uns zu viel Süsse schwer, lethargisch und antriebslos.

Besonders für die Vata-Konstitution ist der süsse Geschmack sehr vorteilhaft, er beruhigt den Geist und auch die Sinne. Der starke Pitta-Stoffwechsel kann von der vitalstoffreichen und nährenden Süsse gut profitieren. Wegen seiner gewebs-aufbauenden Wirkung ist der süsse Geschmack für Kapha-Menschen nur mit Vorsicht zu geniessen.

Erdnahe Gemüsesorten wie z.B. Kürbis, Karotten, Randen etc… haben eine süsse Note. Besonders im Herbst und Frühwinter wird dieses Gemüse wegen seiner kraft- und energiespendenden Wirkung in der Ayurvedaküche sehr geschätzt.

Typische Beispiele von süssen Nahrungsmitteln sind u.a.: 

Weizen, Reis, Milch, Ghee, Zucker, süsse Früchte, Süssholzwurzel

Es ist noch gut zu wissen, dass ein Nahrungsmittel mehr als einer Geschmacksrichtung zugeordnet werden kann. Abhängig von der Frucht, kann z.B. eine Orange gleichzeitig sauer und süss sein, oder Birnen sind süss und herb.

SAUER – amla 

Säure wirkt aktivierend, schärft den Geist, fördert die Kreativität und schenkt Leichtigkeit. In der Ayurveda-Küche runden wir z.B. eine Speise mit einem Spritzer Zitronensaft ab oder wir verfeinern ein Currygericht mit etwas Tamarinde. Die saure Nuance hilft, schwer verdauliches leichter und verträglicher zu machen.

Der saure Geschmack entsteht aus der Verbindung von Erde und Feuer, erwirkt erhitzend und appetitanregend. Verdauungssäfte und Speichelfluss werden durch den sauren Geschmack angeregt. Generell sollte der saure Geschmack jedoch in Massen eingesetzt werden, denn zu viel Säure macht uns reizbar, nervös und schlussendlich „werden wir sauer“.

Im Körper führt ein Übermass an Säure zu einer Verflüssigung von Kapha und zu einer Steigerung der Toxine im Blut – auch das Bindegewebe leidet unter zu viel körperlicher Säure.

Der saure Geschmack vermehrt Pitta und Kapha. Vata wird hingegen durch die befeuchtende Wirkung des sauren Geschmacks stimuliert und trockene Nahrungsmittel (z.B. Hülsenfrüchte) lassen sich besser aufspalten.

Saure Nahrungsmittel sind u.a: 

Joghurt, Zitrusfrüchte, Beeren, Essig, Tamarinde, Fermentiertes, Tomaten, Hagebutten

SALZIG – lavana 

Ohne Salz schmeckt das Essen fad, denn Salz verstärkt die Wirkung der anderen 5 Geschmacksrichtungen.

Salz ist lebensnotwendig, es regelt den Wasserhaushalt und es wird über den Schweiss ausgeschieden. Der salzige Geschmack ist den Elementen Wasser uns Feuer zugeordnet, er regt Agni an und wirkt schleimlösend, erhitzend und ist wichtig für die Verdauung.

In Massen genossen, stimuliert der salzige Geschmack das Vata-Dosha denn Salz zieht Wasser an, erweitert die Körperkanäle und wirkt entspannend und nervenberuhigend. Bei Hautbeschwerden, Entzündungen oder anderen Pitta-Störungen sollte man Salz nur mit Vorsicht geniessen. Zu viel Salz erzeugt Trockenheit und fördert die Faltenbildung, es verursacht Störungen des Blutes und führt u.a. zu hohem Blutdruck. Da Salz Flüssigkeiten im Gewebe bindet macht es den Körper schwer und wirkt auf das Kapha-Dosha erhöhend.

Im Ayurveda verwendet man gerne unraffiniertes Natursteinsalz, es ist reich an Mineralstoffen und Spurenelementen.

Salzige Nahrungsmittel sind: 

Meer- und Steinsalz, Algen, Sojasauce

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Die 6 Geschmacksrichtungen im Ayurveda

20. Oktober 2020

In der ayurvedischen Ernährung gibt es sechs verschiedene Geschmacksrichtungen (= rasa): süß, sauer, salzig, scharf, bitter, herb (zusammenziehend). Über die Verteilung der Geschmacksrichtungen in unserer Nahrung, nehmen wir Einfluss auf unser körperliches und psychisches (Wohl)Befinden. Wenn die dir deine Konstitution (Hatha, Pitta, Kapha) bekannt ist, kannst du mit Fokus auf die entsprechenden Geschmacksrichtungen Einfluss auf dein Gleichgewicht und Wohlbefinden nehmen.

Diese geschmacklichen Nuancen haben unterschiedliche Wirkungen auf uns, sie beeinflussen den Stoffwechsel aber auch das Bewusstsein und unsere Emotionen. Sie können spontane Reaktionen im Körper und in der Psyche hervorrufen wie z.B. Entspannung, Hitze, Wut oder Freude.

Grundsätzlich empfiehlt Ayurveda alle 6 Geschmacksrichtungen in einer Mahlzeit zu vereinen. Durch diesen geschmacklichen Ausgleich fühlen wir uns gesättigt und genährt, zudem macht das runde abschmecken auch dem Gaumen Freude. Eine harmonische ayurvedische Abstimmung der Geschmacksrichtungen bekämpft Heisshunger-Attacken und kann emotionale Essstörungen lindern.

Die 6 Geschmacksrichtungen lassen sich ebenso wie die drei Doshas Vata, Pitta und Kapha von den fünf Elementen herleiten. Sie können entweder ein Dosha verstärken oder abschwächen.

Jeder Geschmacksrichtung lassen sich Emotionen zuordnen, die bei typgerechtem Verzehr positiv/aufbauend und bei nicht-typgerechtem Verzehr destruktiv/abbauend wirken. So lohnt es sich den Geschmackssinn zu schulen und die Aufmerksamkeit darauf zu lenken in einem für sich gesunden Maße zu essen und genießen.

Ayurveda Bewegung Meditation

Vom Winde verweht

28. August 2020

Tendenziell führt die Luftigkeit und Leichtigkeit im Herbst dazu, dass wir auch innerlich eher aufgewühlt und unruhig sind. Wenn du dich körperlich entsprechend ernährst, um das Vata-Dosha zu beruhigen, wird es auch auf deinen Geist ausstrahlen. Sorge zusätzlich zu den körperlichen Maßnahmen dafür, dass du geistige Ruhe findest.

Nimm dir Zeit für Einkehr, vielleicht 10 Minuten am Morgen, bevor du den Tag startest. Besinne dich, reflektiere, halte inne und drücke einfach mal kurz den „Pause-Knopf“ vor der Hektik des Alltags. Vielleicht ist auch eine Meditation das Richtige für dich.

Düfte sind etwas wunderbares, besonders, wenn du zu Schwere und Schwermütigkeit neigst. Es gibt wundervolle ätherische Öle , die die Sinne anregen und erfrischen. Besinne dich, führe Tagebuch, gib deinen Gedanken Raum vor allem kreiere Lösungen aus dem, was dir im Geist herumschwirrt. Kuschel dich ein und mache es dir ganz gemütlich, ist der Körper in Ruhe, kommt auch der Geist zur Ruhe. Verzichte auf zu viele Termine, sei mehr im Innen als im Außen wo es machbar ist und streiche ein Übermaß an Aktivität.

Gehe viel an die frische Luft, tanke Sauerstoff und Licht, das ist das fehlende Feuerelement. Und zu guter Letzt: Bewege dich ausreichend, ob drinnen, mit Gymnastik oder Yoga, oder draußen, mit langen Spaziergängen oder durch Joggen. Das erfrischt, gibt gute Laune und stärkt die Abwehrkräfte!

Ayurveda Bewegung Meditation

Ayurvedische Morgenroutine

11. August 2020

Im Ayurveda wird viel Wert auf eine tägliche Reinigungsroutine gelegt, um die Ansammlung von Giftstoffen zu vermeiden. Die morgendliche Routine nimmt im Ayurveda einen wichtigen Stellenwert ein. Über Nacht sammeln sich viele Stoffwechselrückstände an, welche wir am morgen gut entfernen können. Daher werden die morgendlichen Stunden im Ayurveda als besonders kraftvoll angesehen. Wir können uns von Altem lösen und unvoreingenommen auf neues einstellen. So bringen wir alle drei Doshas natürlich in Einklang. Eine Morgenroutine muss nicht unbedingt lang sein, sie sollte aber die unterschiedlichen Eben unseres Seins ansprechen.

Der Körper wird sanft durch ayurvedische Reinigungsrituale gereinigt und durch Körperübungen (z.B. Yoga) aktiviert. Durch Meditation, Atemübungen und das Setzen einer Intention wird der Geist zentriert und bewusst auf den neuen Tag ausgerichtet.

Ein Glas warmes Wasser

Nach der ausführlichen Mundhygiene wird im Ayurveda empfohlen den Körper mit Flüssigkeit zu versorgen, idealerweise mit mindestens einem Glas warmen, abgekochten Wasser. Wer mag, mischt mit einem Spritzer frischer Zitrone oder verschiedenen Heilkräutern.

Warmes Wasser regt die Darmätigkeit an und gleicht den Flüssigkeitsverlust aus der Nacht aus. Wer oft Kopfschmerzen hat: Wasser ist ein natürlicher Kopfschmerzbekämpfer. Egal ob du schlecht geschlafen hast, verkatert bist oder dich in einem Koffeinentzug befindest.

Warmes Wasser ist die bessere Alternative. Nach dem Aufstehen brennt unser Verdauungsfeuer, unser Agni, noch nicht auf Hochtouren. Nehmen wir nun eine kalte Flüssigkeit zu uns, wird die Verdauung nicht angeregt sondern gebremst. Dein Körper muss mehr Energie aufwenden um das Wasser auf die innere Körpertemperatur zu bringen.

Zunge schaben

Der Zustand unserer Zunge sagt viel über unseren Gesundheitszustand aus. In der ayurvedischen Medizin wird die Zunge als wichtige obere Verlängerung des Magen-Darm-Traktes angesehen. Die Beschaffenheit und auch der Belag helfen bei der Einschätzung der allgemeinen Gesundheit und geben Hinweise auf mögliche Dysbalancen. Daher ist die Zungendiagnose ein wesentlicher Bestandteil der ärztlichen ayurvedischen Diagnose.

  • Spezielle Zungenschaber gibt es in der Drogerie, du kannst aber auch einen Teelöffel nehmen.
  • Setze den Schaber hinten an der Zunge an und zieh ihn mehrmals sanft bis zur Zungenspitze.
  • Zwischendurch kannst du den Schaber kurz unter laufendes Wasser halten um ihn zu reinigen. Spüle anschließend deinen Mund mehrmals gründlich aus.

Ölziehen

Ölziehen ist eine ganz einfache Methode zur täglichen Entgiftung, die sowohl in der Naturheilkunde als auch in der ayurvedischen Medizin verwendet wird. In beiden medizinischen Systemen nimmt man an, dass man über die Mundschleimhaut den Organismus entgiften kann. Im Ayurveda zählt der Mundraum zum Verdauungstrakt, in dem sich vor allem über Nacht, wenn wir nicht regelmässig schlucken, trinken oder Speichel produzieren Giftstoffe aus dem Verdauungstrakt sammeln. Die sind unter anderem für Mundgeruch und einen schlechten Geschmack im Mund verantwortlich. Daher sollte neben dem Zähneputzen auch der restliche Mundraum täglich gründlich gereinigt werden.

Ölziehen hat einen sehr positiven Effekt auf die allgemeine Mund- und Zahngesundheit:

Ölmassage

Um deine ayurvedische Morgenroutine zu vervollständigen kannst du dir selbst eine wohltuende Ölmassage geben. Eine Massage wirkt stressreduzierend und erdend und hat daher eine beruhigende Wirkung.. Auch wenn du beruflich und privat viel auf Reisen bist, ist eine Ölmassage unglaublich wohltuend für Körper und Geist.

Nimm dir, wenn möglich 10 – 15 Minuten Zeit für deine Massage. Am besten eignet sich ein Öl ,welches eine wärmende Wirkung hat. Sesamöl eignet sich hier hervorragend. Wenn du deinen Konstitutionstypen schon kennst und weisst, dass du einen hohen Pitta Anteil hast, verwende besser Kokosöl, es hat eine kühlende Wirkung auf Körper und Geist.

So gehts: Setz dich bequem auf ein ausgebreitetes Handtuch. Beginne mit dem Gesicht und arbeite dich langsam mit kreisenden Bewegungen vom Kopf bis zu den Füßen, sodass zum Schluss dein ganzer Körper mit einer Ölschicht bedeckt ist. Wenn das Öl für mindestens 5 Minuten lang eingezogen ist, kannst du deine morgendliche Dusche mit warmen Wasser geniessen.

Yoga

Als ganzheitliches Heilsystem empfiehlt der Ayurveda auch körperliche Bewegung. Eine typgerechte Yogapraxis stellt einen wohltuenden und gesundheitsförderlichen Einstieg in den Morgen dar.  Yoga umfasst aber nicht nur das Üben bestimmter Haltungen (Asanas), sondern stellt ein komplexes System aus Atemübungen, Meditation sowie Empfehlungen für den Umgang mit sich selbst und der Umwelt dar.

Warmes Frühstück

Bis 10 Uhr befinden wir uns im Tageszyklus im Kapha Dosha, also einer kühlen und gemächlichen Qualität. Daher brennt unser Verdauungsfeuer auch noch nicht auf Hochtouren. Um dein Frühstück trotzdem gut verdauen zu können, sollte es warm, leicht und nahrhaft sein.
Dafür eignen sich wunderbar warme Getreidebreie, sogenannte Porridges.

Wie für alle Routinen, welche man dauerhaft in seinen Alltag integrieren möchte, gilt auch hier: Gib dir Zeit, starte in kleinen Schritten. Du musst nicht alles auf einmal umsetzen.

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